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Marc Chatenieu

 

H a u t p i l l e  und  Philosophie ?

 

  Die Haut ist das sensibelste Sinnesorgan des Menschen und es stellt (wie andere Sinnesorgane auch) eine direkte Verbindung vom Unterbewusstsein zum menschlichen Charakter, der Psyche und dem Handeln her. Das Erreichen eines „seelischen Friedens“ einerseits und psycho-neurologisch eines aktiven Gemütszustandes (der Seele) andererseits ist vornehmlich ein weibliches Privileg, so dass man leicht zu dem Schluss kommt:

die beste Lebens-Philosophie ist weiblich!

Und diese beste Philosophie ist auch die beste „Hautpille“. (Nicht ohne Grund ist der Haarausfall ein „männliches Privileg“! ; was vom Zusammenhang her bewiesen wird.)

  Wenn man einmal zur Kenntnis nimmt, dass Hannah Arendt (1906-1975) als „bester weiblicher Philosoph aller Zeiten“ bezeichnet wurde (René Delavy), sie aber das Weltbild nur vom „Werden“ (den Geburten bzw. dem Wachstum) als maßgebliche philosophische Aussage definierte (im Gegensatz zu ihrem „Lehrer“ Martin Heidegger; 1889-1976; der als Nazismus-Anhänger seine Philosophie vom Tode her aufbaute), dann wurden nur „geschwätzige“ Philosophen gemeint, nicht aber die vielen Frauen, die eine weibliche, lebensnahe Philosophie praktizieren – aber an den männlichen „Macht-Mechanismen“ der Weltpolitik scheitern.(Schon allein bei den Texten von Karl Jaspers; 1883-1969; wird man leicht an die Aussage von Friedrich Nietzsche: 1844-1900; erinnert: wer viel redet, wird sich selbst los.)Und es war auch Nietzsche, der in Aph. 817 (Der Wille zur Macht) sagte: Geben wir die Ausnahme zu – sie beweist die Regel – das Weib bringt es in allem zur Vollkommenheit“…

  Um das Prinzip der geschlechtsspezifischen Hirnfunktionen aufzuzeigen, also das weibliche Gehirn vom männlichen zu unterscheiden, muss ich etwas in die Hirn-Physik bzw. Hirn-Chemie wechseln: aber ich verspreche Ihnen, Sie nicht über Gebühr zu strapazieren.              

Der Mechanismus an Neuronen und Synapsen

Neuronen sind die Nerven-Zellen, die Grundbausteine des zentralen Nervensystems im Hirn. Hier findet eine hohe Proteinsynthese-Aktivität statt. Die Zell-Fortsätze (Dendriten; griechisch: dendron = Baum) sind teilweise sehr lang. Als Nervenfasern (Axon) erreichen sie andere Neurone. Zwischen beiden Neuronen liegt eine Schaltstelle (Synapse), und jede Nervenzelle besitzt bis 10000 Schaltstellen zu Nachbarzellen. Die Synapse besteht aus dem Endkölbchen (mit präsynaptischer Membran) und der Kapsel (mit einer postsynaptischen Membran). An den Synapsen entstehen durch Sinnes-Impulse oder willentlich-motorischen Befehlen Kondensator-artig Schwellenwerte (Bereitschaftspotentiale). Eine chemisch eingeleitete Depolarisation findet an der Plasmamembran durch freigesetzte Botenstoffe (s. g. Transmitter) über synaptische Spalte der Membran statt. [Es befinden sich nämlich in den Kölbchen winzige Säckchen (Vesikel), die gefüllt sind mit Neurotransmittern und die sich enzymatisch öffnen und die Botenstoffe freisetzen (die „Fermantation“ durch Enzyme hat bereits Justus von Liebig, 1803-1873, beschrieben). Liegen Enzym-Schäden vor, werden die Transmitter nicht freigesetzt und können nicht die Erregung über den Synapsen-Spalt weiterleiten! Erforderlich für die Funktionen der Nervenzelle und Synapsen ist der Energielieferant ATP-Adenosintriphosphat, welches durch das von Jens Christian Skou entdeckte Enzym Na-K-ATPase zu ADP reduziert wird. Nach der Entladung wird aus dem Bereitschafts-potential ein stabiles Ruhe-Membran-Potential] Wird die Erregung als Aktionspotential an der Oberfläche des Axons fortgeleitet, erreicht sie die nächste Nervenzelle. Hier wird wieder der Axonhügel (Ursprungskegel der Nervenfaser), das Perikaryon, zum abermaligen Kondensator. Die Entladung folgt dem Alles-oder-nichts-Prinzip, also die einzelne Synapse entlädt sich vollständig. So ist z. B. die Stärke des Orgasmus durch Vermehrung oder Verminderung gleichzeitig ausgelöster Aktionspotentiale pro Zeiteinheit bestimmt. Erfolgt die Entladung einer Masse von Synapsen synchron, so wird nach John Eccles (1903-1997) die gebündelte Dendriten-Aktivität als Psychonen bezeichnet und stellt ein „Energiebündel“ dar. Die Menge und Wirkdauer der Botenstoffe ist begrenzt (weniger Enzyme setzen weniger Transmitter frei, mehr Enzyme können den Abbau beschleunigen. Somit hat es Auswirkungen auf die Informations-Übermittlung und so auf die Funktion des Gehirns!). – Schon Aristoteles 384-322 v. Chr.) sprach wie Platon (427-347 v. Chr.) von einem „unbewegten Beweger“, für den man die Enzyme ansehen könnte.

Die hemmenden Neurone (für die „Bewusstseins-Vetos“) benutzen „inhibitorische Synapsen“ und  funktionieren prinzipiell in gleicher Weise. Aber, anstatt das nachgeschaltete Zielneuron zu erregen, dämpft der Neurotransmitter nach Andocken an den Rezeptor der postsynaptischen Membran durch Hyperpolarisation die Erregbarkeit. Als ausgesprochen bremsender Transmitter fungiert die Gamma-Aminobuttersäure (GABA), ein von den Nervenzellen produzierter Transmitter. (Serotonin-Mangel bedeutet wenig GABA). In der postsynaptischen Membran verursacht der Transmitter den Chlor-Ionen-Einstrom bzw. den Kalium-Ionen-Austritt und setzt so die Erregungsschwelle herauf (motorische Synapsen geben hauptsächlich Natrium- und Kalium-Ionen unter Zurücklassung negativer Ladungen frei). – Steigt das Spannungs-Potential überdimensional an, so wird die Erregungsweiterleitung blockiert. Dieser Prozess wird durch die Benzodiazepine besonders verstärkt. Überwiegt der Vorgang an hemmenden Neuronen, so wird ein Aktivitäts-Vorgang gestoppt. Auch ß-Endorphin (welches Estradiol-abhängig ist) moduliert die hemmenden Neurone in gleicher Weise, verhindert also die Entladung ihrer Bereitschaftspotentiale und führt so im sensorischen Bereich eher zu halluzinogenen Emotionen. – Da ß-Endorphin hemmend auf die Synapsen der Schmerzfasern wirkt, entsteht bei seinem Mangel eine verstärkte Wehleidigkeit. –

Im motorischen Bereich verursacht der Ausfall hemmender Neurone eine unkontrollierte Hyperaktivität und eine Konzentrationsschwäche schon im Kindesalter; später manchmal als so genannter Tic. Diese chemische Dis-Balance der Hyperpolarisation hemmender Neurone führt zur Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung ADHS; aber auch ein enzymatisches Defizit des Proteins GIT 1, welches freigesetzte Neurotransmitter in die Vesikel zurück befördert, führt zur erheblichen Verlangsamung hemmender Neurone und Erscheinungen, die dem ADHS, der Epilepsie und der Schizophrenie gleichkommen. – So unterliegt auch der Sympathikus des vegetativen Nervensystems den hemmenden Neuronen. Bei nicht nivellierten sensorischen Synapsen-Potentialen durch Ausfall oder Schwächung hemmender Neurone kann es einerseits zur Aggression als Mut der Verzweiflung führen – andererseits: wird der Sympathikus bei Mensch und Tier stark gehemmt, funktionieren der Verschluss von Blase und Darm durch die Auto-Funktion von BZ B nicht mehr (so hat zwar Thomas Frieling in „Darm an Hirn“ die Stress-Belastung in Industrie-Ländern mit Auswirkungen auf den Darm beschrieben, doch fehlen chemische und hormonale Erklärungen an den Synapsen). 

(Andererseits stimuliert ein ständiges „Nein“ einer Ehefrau hemmende Neurone, somit Bewusstseins-Veto, wonach bei einer von ihr gewünschten Sexualität die Impotenz folgt. Auch Sigmund Freud sah viele neurotische Symptome als Ausdruck eines „Kompromisses“ zwischen unbewusstem Wollen und nicht „voll geglückter Abwehr“ entstehen, was der enzymatischen Behinderung hemmender Neurone entspricht. In diesem Zusammenhang sollte man erwähnen, dass im hohen Alter Enzyme für die Öffnung von Neurotransmitter-Vesikel hemmender Neurone oft defizitär werden. Dann entsteht eine Gang-Unsicherheit auf Treppen, da die Füße für einen falschen Tritt zu spät gebremst werden. Diese Gangunsicherheit ist es auch, weshalb viele ältere Menschen „am Stock“ gehen. Oder, ein 80jähriger Jäger – wie vorgekommen – erschießt bei einem Überfall einen Einbrecher von hinten, der sich im letzten Augenblick zur Flucht abwandte. – Zudem lähmt Alkohol primär hemmende Neurone!)

Sollte bei alten Menschen der Serum-E2 –Spiegel unter 25 pg/ml abgefallen sein, kann eine Substitution mit 1 mg/tgl. über eine Woche die Enzyme wieder reaktivieren.)

 

 

Die Neuro-Physiologie an den Synapsen

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Wenn sie, meine verehrten Leserinnen, vielleicht meinen, ich möchte sie nun zu einer Denkweise des Philosophen David Hume (1711-1776) entführen, der als Empiriker anstrebte, alle unklaren Begriffe und Gedankenkonstruktionen abzuschaffen, derer sich die meisten Philosophen bedienen, so trifft das nur teilweise zu. Hume erinnerte daran, dass ein Kind nicht als Philosoph oder philosophischer Denker geboren wird, und dass es die Welt als bezaubernden Eindruck empfindet.[Immerhin ist „Philosophie“ das Denken über das Denken mit den Grundlagen der Erscheinungsformen im menschlichen Dasein. Und das kann jeder. Sagte doch Karl Jaspers als studierter Psychiater im Nachwort zu „Philosophie I“, »ich begann mein Philosophiestudium, als ich Professor der Philosophie geworden war«!!]  

  Das Grundprinzip der Hirnfunktion ist erst einmal bei beiden Geschlechtern gleich: jedoch da bei den Männern einerseits der Androgen-Spiegel – gerade bei dem geringem Bedarf an den Synapsen − immer zur Verfügung steht und andererseits oft ein Östradiol-Mangel zu einem Enzym-Defizit der für die Freigabe erforderlichen Neurotransmitter führt, bleiben die mit Lustgefühl aufgebauten Bereitschaftspotentiale oft lange erhalten, was zu mehr Aggression und einer Sucht nach dem Machtgefühl führt. Haarausfall und Ersatzbefriedigungen folgen. Der „seelische Frieden“ lässt auf sich warten. Oft ist es das „Strom-Chaos“ im Limbischen System, welches mehr „krakelige Kotzbrocken“ produziert – und keinen aktiven Gemütszustand mit tatsächlicher Leistungsbereitschaft entstehen lässt.

So ist auch die nichtgestillte Sucht nach dem Machtgefühl selbst bei mächtigen Männern zu erklären, was weiterreichend zur Maßlosigkeit entartet. Selbst die „Philosophen“ maßen sich so den Alleinvertretungsanspruch an – legitimierend mit geschwollenen Reden – die Philosophie des Welterkennens und der menschlichen Verhaltensweisen zu beherrschen, ohne jemals (außer Nietzsche, Kierkegaards und evtl. Delavy) den Selbstmord der Menschheit mit ihrem vordergründigen Nihilismus erkannt zu haben.

  Ganz anders das allgemein-weibliche philosophische Denken (nicht Hannah Arendt!): es spricht von einer gewissen Bescheidenheit, wenn das Glücksempfinden und der innere Friede auf Zeugung, Familie (Soziales), täglicher (persönlicher) Bedarf und Kommunikation beschränkt wird. Damit ist die Logik zwar bedarfsorientiert, aber sie verursacht – fernab vom Geld-Casino der Mächtigen (welche die eine Menschenmasse für ihre moderne Sklaverei, und die andere Herde für den Konsum benötigen) – keine Zerstörung der Lebensgrundlagen für Menschen und derzeitige Tiere auf diesem Planeten; keine Energie-Sucht mit Zerstörung der Umwelt; kein heroisches Einstein-Denken, welches trotz seiner bloßen Theorie nur dazu dient, den Lebensraum Erde schneller zu vernichten; keine ökonomische, politische, „kulturelle“ noch Geschlechts-dominierte Sucht nach Macht, die unbefriedigt pathogen in der Maßlosigkeit mündet (denn dies alles wäre eine behandlungsbedürftige Psychopathie!). Zugegeben: nicht alle diese unbefriedigten neurologischen Zustände sind der Keim für das „Böse“; auch Dichter, Denker, Musiker und Komponisten, Maler, Bildhauer und Baumeister sind aus dieser männlichen Hirn-Pathologie hervorgegangen – ja selbst die „Glaubenslehrer“ können hier nicht ausgeschlossen werden!

  „Warum unterscheiden sich die Hirnabläufe der Männer von denen der Frauen?“ werden Sie fragen.

Mit der genetischen Geschlechtsfestlegung wird auch die Anzahl der Hormon-Rezeptoren für „weibliche“ und „männliche“ Hormone an den Synapsen im Hirn festgelegt. Damit ist aber bei Frauen die Produktion von erforderlichen Enzymen zur Vesikel-Öffnung und Freisetzung der Neurotransmitter (Nerven-Überträgerstoffe) meist gesichert und einem übermäßigen Potential-Aufstau an den Synapsen vorgebeugt. [Natürlich sind die Frauen, bei denen das nicht „reibungslos“ funktioniert, dann nicht sofort „Staatstyrannen“, „Feld-Herren“ (-Damen), Bankenbosse, Steuerhinterzieher oder Philosophen, sondern leider gleich Patienten in der Psychiatrie.]

  Es kommt einer Selbsttäuschung gleich, wenn wir glauben, das widerspräche dem, dass sich auch Männer (selbst Steuerhinterzieher) für Soziales, Kommunikatives und als Samariter einsetzen. Doch auch hier geschieht es meist (wie schon R. Delavy feststellte) zur Erreichung einer intellektuellen „Überhöhung“. Und obendrein ist das bei den Männern überwiegende „denkende Bewusstsein“ besonders störanfällig (s. die fundamentalen Irrtümer des Denkens). So ist im Sinne von Richard Wagner nicht die völlige Emanzipation die Stärke des Weibes, sondern ihr Bewusstsein als Fundament der jeweiligen Gesellschaft.

  Nun meinen Sie sicher: „Wir haben ja eine Demokratie und da können sich doch die „Aufgaben-Potentiale“ angleichen.“

Doch da sehen Sie unsere Gesellschaftsform (sie ist nicht die beste, aber wir haben im Moment keine bessere) verklärt: Die Demokratien sind heute Diktaturen der banalen, unwissenden Mehrheiten (Herde), die sich von begabten Rhetorikern (Schäfern) zum Erhalt ihrer Macht (und des damit verbundenen „demokratischen“ Korruptions-Gewinns) verführen lassen. Wo das hinführt, hat Delavy  gut beschrieben: im Gegensatz zu 1940 werden heute und in kommenden Zeiten Milliarden „ins Gras beißen“, weil die demokratischen Groß-Gesellschaften den Sterbevorgang zu protrahieren wissen, aber die Krankheit (die Lobbyisten) nicht in der Wurzel auszumerzen wissen.

  Und so sind wir wieder bei der schönen Haut und der besten Philosophie, die weiblich ist: was nützt uns die Philosophie über die Ewigkeiten – ohne das fundamental Einfache zu sehen! Vielleicht sterben die meisten Männer deshalb früher, weil sie sich vor lauter „Macht-Streben“ selbst vergessen. Die eigene Haut ist wichtig, auf sie sollte man zuerst schauen, denn die Zufriedenheit mit jeder Körperlichkeit öffnet den Zugang zur Seele. Die Seele aber – als aktiver Gemütszustand der Psyche – liegt ebenfalls im Unterbewusstsein, dem Limbischen System. Deshalb fanden die meisten Menschen zu ihren Glaubensgemeinschaften, weil sie den Glauben suchten; und das, weil sie passager ihr denkendes Bewusstsein, das vor massiven Fehlentscheidungen nicht gefeit ist, delegieren konnten, und somit übermäßige Bereitschaftspotentiale an den Synapsen des Hirns verhinderten. (Ein dem entsprechender „Seelen-Verlust“ durch Enzym-Defizite wird auch in Asien erfolgreich behandelt.) Die erfolgreiche Weiterleitung der Strompotentiale vom Psyche-Bereich in den Seelen-Bereich (gleicher Lokalisation) ist stets ein Schritt zum „inneren Frieden“, was meist den Frauen leichter gelingt – und das wird an der Haut sichtbar.

Ihr Marc Chatenieu

Insofern sich die neuro-physiologischen Erkenntnisse auf die Wirklichkeit unseres Seelen-Daseins beziehen, sind sie nicht sicher;

und insofern sie sicher sind, beziehen sie sich nicht auf die Seele.

 

Die Alzheimer-Krankheit –

doch hormonale Gründe ?!

(im Roman über die Neurobiologie von Hirn und Seele)

Marc Chatenieu

lebt als Schriftsteller in Andalusien und schreibt im Stil des „Magischen Realismus“. Er ist seit 50 Jahren mit ein-und-derselben Frau glücklich verheiratet. Sein Buch vom September 2008 − ein Zigeuner-Roman − beschreibt den außergewöhnlichen Lebensweg des Protagonisten: vom schüchternen Knaben zum Spielball triebhafter Weiblichkeit. Durch seine jugendlichen Ideale und die raue Wirklichkeit erkennt der Zigeuner Ben-Sira die Spaltung seiner Persönlichkeit. Chatenieu hat zur Erklärung des zweiten ICHs (im Vergleich zur krankhaften Schizophrenie) wissenschaftliche Fakten tangierender medizinischer Bereiche − wie ein Wissenschafts-Journalist – zusammengetragen. So lässt sich auch die Funktionsweise der Psyche und − erstmals die Definition der Seele erklären. Bei der autogenen Zerstörung der Hirnzellen, wie bei der Alzheimer-Krankheit bzw. der Alters-Demenz, werden bisher nicht erkannte hormonale Ursachen benannt, die eine so einfache Vorbeugung möglich machen (ab Seite 283).

Chatenieu hat sich zur Aufgabe gemacht, die Allgemeinheit, wie Patienten und Ärzte gleichermaßen, über die Funktionsweise ihres Hirns – wie in Welt der Wunder − zu informieren und neueste Erkenntnisse zum gesunden Altern mit intaktem Geist aufzuzeigen. Zu diesem Zweck wählte er den historischen Bildungsroman, dessen Handlung den Leser in atemlose Spannung versetzt.

 

 


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Der Roman „Die sogenannte Sünde“ erschien September 2008 im Hochschulverlag Mainz (ISBN 3810700290)

(siehe: www.Verlag-Mainz.de )

 

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Die Ölgemälde aus Kapitel 6 Nr.5 („Arena am Neckar“ und „Schwäbin mit Hund am Rhein“)

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(„Prometheus und die Okeaniden“, Skulptur von Gustav Otto Gradler in Bronce, 1886/ Privatbesitz)

 

 

Der Roman   ~ Die Habanera ~

  ist ein  Billigflug“ nach Andalusien

 

Der Flamenco und die andalusischen Pferde -

der einstige Mauren-Staat al-Andaluz einmal ganz anders.

Fliegen Sie über eine Legende aus muslimischer Zeit in das letzte Land vor Afrika.

Erleben Sie die Geburtsstunde des Carmen-Phänomens, seine Faszination und die

Gefahren seines Unterganges.

 

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Die Andalusierin ist der Inbegriff der Ambivalenz der Sinnlichkeit einer Frau.

Die zwiespältige Carmen aus der Oper von Georges Bizet ist bis heute ein ungelöstes Rätsel geblieben. Die Leidenschaftlichkeit und die sensible Herzlichkeit der Menschen Andalusiens vermitteln mit der ausdrucksstarken Musik eine mitreißende Faszination. Der Arzt-Roman „Die Habanera“ ist ein Versuch, den Schleier des Rätsels zu lüften. Dabei wird Andalusien in der Gegend von Rota, Chipiona, Sanlucar de Barameda, Jerez de la Frontera und Arcos de la Frontera als Schauplatz zu einer erlebenswerten Reisegegend.

 Der Roman „Die Habanera“ erschien im Wagner Verlag / (siehe: www.wagner-verlag.de )                  

 

 

Das 2009 erschienene Buch von Marc Chatenieu

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ISBN-13: 978-3-86901-653-5

 

(die neu überarbeiteten Auflagen I – IV)

Nietzsches Vision:   Die Demokratie am Galgen

Teil 1  von 2017

 

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(400 Seiten) neu als PDF - eBook bei XinXii

 

Teil 2 zu: „Die Demokratie am Galgen

„vom Willen zur Macht“

 

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754 Seiten (neu als PDF – eBook bei XinXii)

 

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Über Nietzsches Texte wurde kompilatorisch viel veröffentlicht. Mit einem vikariierenden Sprachgebrauch wurde das Lesen der Texte bisher weder erleichtert, noch konnte man die Aphorismen einer eindeutigen Gedankenwelt zuordnen. Dies wurde durch den fehlenden Instinkt für eine philologische Sorgfalt der Philosophen des 20. Jahrhunderts noch erschwert. Dabei handelt es sich bei dem so genannten philosophischen Hauptwerk Nietzsches ohnehin um eine Kompilation verstreuter Notizen und Entwürfe. Die Vieldeutigkeit der scheinbaren Phantasmen basiert bei genauester Analyse auf einem konsequent „experimentierenden“ Denken. Neue neuro-physiologische Grundlagen belegen die Sichtweise dieses vorausschauenden philosophischen Denkers und die von ihm erkannte apokalyptische Zukunft, wenn die Menschen sich weiterhin ausschließlich auf den Vorzug  ihres ― oft in die Irre führenden ― „denkenden“ Bewusstseinszentrums verlassen.

  Wie sehr die korrupte Demokratie an ihre Grenzen gekommen ist, zeigen die derzeitigen Geschehnisse in der Türkei. So wird der „Demokratie“ nach Nietzsche eine neue „schmerzhafte“ Gesellschaftsordnung folgen müssen!

   Ich habe versucht, die von Nietzsche beschriebene Neuro-Physiologie mit dem derzeitigen wissenschaftlichen Stand zu erklären. Daraus ergibt sich für uns Menschen in der heutigen Gesellschaft eine Aufforderung auf politischen und kommerziellen Ebenen, das Unterbewusstsein in den Vordergrund zu stellen: dies wird möglich ― so wie es schon die „Edlen Wilden“, die Indianer taten ― durch spirituelle Meditation zu irgendeinem „Gott“ (das „große Geheimnis“ in der Höhe des Universums) zurück zu finden zur Bescheidenheit; denn das Glücksgefühl und die innere Harmonie mit der Natur und dem Universum findet immer im Zentrum des Unterbewusstseins statt – so, wie es schon der Zen-Buddhismus im 12. Jahrhundert vertrat.

 

 

Das vorletzte Buch von Marc Chatenieu ist abgeschlossen:

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 (Kindle eBooks : Religion & Glaube : „Terrorismus“ : IS in Bayreuth)

 

Die Demokratie am Galgen

 

Teil 3

 

 

 

 

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(774 Seiten) neu als PDF – eBook bei XinXii


Vorwort

  Seit Kopernikus hat sich der Mensch ein Ziel außerhalb der Erde erdacht. Dieses „Jenseits“ war so unerreichbar, dass die Menschen für ihren inneren Frieden etwas zum Festhalten suchten. Sie fanden es in den Religionen, von denen auch die Moral ausging. Doch irgendwann scheint sich in den Köpfen der Menschen etwas gegen den Ursprung der Moral zu wenden. – Dieser Prozess in den Hirnen ist selbst bei den Philosophen bis heute so wenig interessant, dass die Erkenntnis Nietzsches gerade mal von Siegmund Freud verstanden wurde. Er schloss sich der Idee an und machte sie zu seiner Lehre: es gibt keinen Willen ohne die Mitsprache des „Bauchgefühls“, des Unterbewusstseins. Zudem verlangte Nietzsche Definitionen für philosophische „Termini“. – Hervorragend verstand diesen außergewöhnlichen Denker der „nationalsozialistische Philosoph“ Alfred Baeumler (1887-1963), der auch 1931 das Nachwort zu „Der Wille zur Macht“ verfasst hatte (heute vom Kröner Verlag nicht mehr benannt, weil jener Nietzsches Schriften als „nationalsozialistisches Gedankengut“ lobte. Baeumler jedoch tat das, weil er an der Universität vorbei von der NS-Regierung eine Professur angeboten bekam).  Übrigens hat Baeumler nichts anderes getan als Rudolf Augstein (1923-2002) mit dem „Spiegel“-Artikel in Heft 24/1981. (Nietzsche war alles andere als ein „Juden-Hasser“; s. Aph. 832 und Aph. 864. Gerade deshalb hat er sich von Richard Wagner losgesagt!) Viele philosophische Denker haben sich gefragt, warum ein so überragender Mensch in der Gedankenwelt über das menschliche Sein die Streitbasis der „klassischen, systematischen Philosophie“ verlassen hat, wo man bemüht war, Althergebrachtes zu zerpflücken, um es im neuen Gewand zu demonstrieren. Die völlig unkonventionelle aphoristische Form machte jede Diskussion schwierig. Das scheinbar „wissenschaftliche“ Philosophieren, in welchem sich alle Rhetoriker üben, um zu Rang und Namen zu kommen, war schon seit dem antiken Griechenland die Arroganz eines Wahrheitspathos (s. die Rhetoriker-Schulen Athens).

Nietzsche wollte die „Bändigung des Erkenntnistriebes“, einer – wie wir heute wissen – Maßlosigkeit im neurologischen Ablauf bei der Entstehung des Willens (im Hirn-Bewusstseinszentrum BZ A; s. Teil I – nach Freud das „Ich“). Es ist die Bändigung, alles wissen zu wollen, obwohl das kurze Dasein der Menschheit in diesem Universum dies völlig ausschließt. Nietzsche erkannte diese Unmöglichkeit und sah jede Art von Glaubensform als einzigen Weg, dem Ur-Instinkt des Menschen, dem Unterbewusstsein, den Vorrang zu lassen, um psychoneurologisch zur inneren Ruhe zu kommen und die „innere Welt“ zu favorisieren. So wurde die aphoristische Form seiner Veröffentlichungen der Versuch, die „innere Welt“ seiner Leser zu erreichen. Sie sollten ― philologisch integer ― zwischen den Zeilen lesen; denn er hasste schlechte Leser, die „wie plündernde Soldaten verfahren“, und das, was sie plündern, vom Wort her nicht begriffen. Selbst Nietzsches Freund Erwin Rohde konnte sich 1886 nicht ein Fachwissen vorstellen, welches der Veröffentlichung von „Jenseits von Gut und Böse“ zu Grunde liegen könnte. (L. Reinhard: „Nietzsche. Sophist und Erzieher“; 1984)

  Es ging Nietzsche also weniger um „Wahrheit“, denn diese ist ohnehin nur das, was wir für glaubwürdig halten, als vielmehr um Wirkung – und das glaubte Nietzsche mit den Aphorismen eher zu erreichen. Er erkannte das Unterbewusstsein als Basis für ein Glücksgefühl: aber damit auch die Spiritualität − ohne den religiösen Dogmatismus.

Nach seiner Meinung hat sich die „Zivilisation“ mit ihrem rationalen Denken zu sehr von der Emotionalität der Ur-Völker Afrikas und der Südsee entfernt. So sah es auch Claude Lévi-Strauss (1908-2009) 1955 in „Traurige Tropen“, wo er das „wilde Denken“ in schriftlosen Kulturen lobte.

Die Bildungsmöglichkeiten haben mit der Philosophie im hirnphysiologischen Suchtmechanismus eine neue Art zum Erreichen des Machtgefühls aufkommen lassen, das die pathologische Grenze zur Maßlosigkeit, dem Machtmissbrauch, oft überschritt. Diesem „Entartungsmechanismus“ verfielen später auch Literatur-Kritiker, wenn sie – einst gedemütigt – ihre Macht doppelt auskosten wollten.

Die Willenskräfte zur Begierde nach dem Machtgefühl sind auch für das Kastenbewusstsein verantwortlich. Es ist »die Erhöhung des Typus „Mensch“, die fortgesetzte „Selbstüberwindung des Menschen“, um eine moralische Formel in einem übermoralischen Sinne zu nehmen . . . Jede vornehme Barbaren-Kaste hatte vorerst nicht in der physischen Kraft ihr Ziel, sondern in der seelischen ― «

(so Nietzsche in „Jenseits von Gut und Böse“).

  Das Fehlen neuro-physiologischer Grundlagen bis in die zweite Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts erklärt auch den desolaten Zustand unter denen, die sich anmaßten, ebenso gute philosophische Denker zu sein. Zu einer Verkürzung ihrer vorgetragenen Gedankengänge hat es bei ihnen nicht gereicht. Dabei wollten diese Denker Probleme lösen, die erst durch das Verlassen der Emotionalität entstanden sind. – Der Verzicht auf Exposition eines individuellen oder gesellschaftlichen Problems und hin zur Emotionalität über den Umweg der „inneren Welt“ hat Freud direkt erkannt, auch wenn damals die Hirnchemie und Hirnphysik für eine wissenschaftliche Grundlage noch nicht existierten. Selbst die hemmenden Neurone hatte Nietzsche bereits beschrieben (Aph. 804 und 811). Ihre Überwindung unterstellte er der Logik. So sah er in der fehlgeleiteten „inneren Welt“ und der fatalen Wirkung auf das denkende Bewusstseinszentrum bei der Folge vom Gedanken über den Willen zur Ausführung – ja bis hin zum Machtgefühl – die Entartung zum Machtmissbrauch als Maßlosigkeit. (Zum besseren Verständnis: Das Machtgefühl ist der Endzustand im physiologischen „Sucht“-Mechanismus an den Synapsen und wird erst pathologisch bei der Macht-Demonstration, einer „Sucht-Entartung“ ― wie bei einem Besitzer eines guten Autos, der sich für seine Psyche einen Luxuswagen zulegt, um das Stromchaos an den Synapsen und Neuronen mit neuem Machtgefühl vorrübergehend zu befrieden.) Dieser neurologische Suchtmechanismus beim Spannungsaufbau und der Entladung an den Synapsen ist – wie wir heute wissen – auch das Übel der Demokratie, der heute besten Gesellschaftsform. Nietzsche sah ihr Ende voraus! »Was ich erzähle, ist die Geschichte der nächsten zwei Jahrhunderte.“ (Vorrede zu: Der Wille zur Macht); weiter: „Unsre ganze europäische Kultur bewegt sich seit langem schon mit einer Tortur der Spannung, die von Jahrhundert zu Jahrhundert wächst, wie auf eine Katastrophe los: . . .« Die neue Lebensform wird einmal allen »Menschen wehe tun« /eine Gesellschaft mit beschränktem Einkommen u. Eigentum – ohne in der Gesellschaft „Arm und Reich“ gänzlich abzuschaffen! Fleiß und Faulheit werden weiterhin unterschiedlich honoriert.

  Um die von Nietzsche angedeutete „innere Welt“ des Menschen besser noch als Sigmund Freud zu begreifen, soll im Folgenden das Hirn-physiologische Prinzip aus Teil I nochmals erklärt werden (s. oben). Diese Sichtweise wurde erst durch die Entdeckung der Arbeitsweise an motorischen und sensorischen Synapsen durch H. H. Kornhuber (1928-2009) 1965 und Benjamin Libet (1916-2007) 1979 möglich.

  Vieles was Nietzsche beschrieb, wurde vorerst stellenweise als „unverständlich“ abgetan, und die umfangreichen Texte zu allen Themen reichten aus, ihn hier und da zu zitieren. Doch Nietzsche war – aus heutiger medizinischer Sicht – ein Autist entsprechend dem Asperger-Syndrom. (Es ist typisch für Autisten, dass die sprühenden Gedanken aus dem Unterbewusstsein initiiert werden, deren Schnelligkeit weder das Schreiben noch Sprechen folgen kann. Deshalb artikulieren sich diese Menschen oft unverständlich und man muss mit einer gewissen „autistischen Logik“ die Gedanken-Lücken ausfüllen.) Andererseits wurde auch nicht geklärt, ob sein Hirn-Leiden von einer Variante der „Chorea Huntington“ ausging, zumal die hemmenden Neurone durch einen Mangel der GABA auch bei dieser Krankheit funktionslos werden.

Ich habe versucht, die Texte seines Hauptwerkes in Sprache und wissenschaftlichen Stand der heutigen Zeit anzupassen.  

  Schließlich ist es die Aufgabe der neueren Philosophie, die philosophischen Denker zurückzuführen auf die Basis ihres Daseins.

Welches ist die Basis? werden sie fragen.

1.)   die Kurzlebigkeit des Menschen;

2.)   die chemischen und physikalischen Vorgänge bei der Neuro-Physiologie des Hirns für die Erkenntnis;

3.)   den physiologischen (normalen) Suchtmechanismus des Hirns nicht zur Pathologie werden zu lassen;

4.)   Tiere und Pflanzen als Mitbewohner unserer Erde zu respektieren und ihnen eine Würde zuzugestehen („Würde“ = Hochachtung vor der Daseinsform).

 

Der letzte Band

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ist in Arbeit

Das momentane Fragment von Teil 4 wird in Erwartung meines baldigen Todes schon mal als eBook veröffentlicht. Wenn mir die Zeit bleibt, daran weiter zu arbeiten, tausche ich es noch aus.

Marc Chatenieu, den 15. 07. 2018

 

 


Vorwort

Der 4. Teil des philosophischen Hauptwerks Nietzsches „Der Wille zur Macht“ entstand als Krönung seiner Arbeit überhaupt (er selbst sprach immer von „Wille zur Macht“, obwohl er neuro-physiologisch schon annahm: Es gibt keinen „Willen“: das ist nur eine vereinfachende Konzeption des Verstandes, wie „Materie“; der cortikale Ablauf zwischen Beschluss und Befehl ist der Wille). – Wenn Nietzsche sich nur einen „philosophischen Denker“ nannte, da ein Philosoph grundlegend ein neues Weltbild zu präsentieren hat, so hat er seine neuro-physiologische Weitsicht sehr unterschätzt, denn Neuro-Physiologen und Neuro-Chemiker konnten die Sichtweise nicht nur als Zukunft-weisend belegen, sondern die „vier gewaltigen Teile“ des „Willens zur Macht“ (wie es Alfred Baeumler einmal nannte) wurden damit zum Ausgangspunkt der geistigen Lage der Gesellschaft des 21. Jahrhunderts.

  Der Teil I zeigt „den Zustand der Ermüdung und die Sinnlosigkeit, in dem sich das Leben der europäischen Völker heute befindet“; hier hat Nietzsche die Grundlagen beschrieben, unter denen die Menschheit infolge des Übergewichtes eines denkenden Bewusstseins gegenüber dem Instinkt beim Nihilismus landet, d. h. die Dekadenz als Droge zur Betäubung wird. So sehr „Barrikaden“ zum Erreichen der Demokratie von Nöten waren, so schützten sie nicht vor dem Nihilismus und der Dekadenz. Die Globalisierung und der scheinbare Wohlstand – wie er anfangs in der „Neuen Welt“ in Erscheinung trat – haben den „Nihilismus“ nicht nur auf Amerika beschränkt. Die sinnlos „zerbombten Moral-Parameter“ wurden durch den Freud´schen Drogen-Hedonismus ersetzt. –

  Im Teil II werden die Ursachen aufgezeigt: Maßlosigkeit, Moral, Religionen und Philosophie; hier wird die psycho-neurologische Misere in ihrer Entartung als unheilbar erkannt. Um die Physiologie zum Erreichen des Machtgefühls nicht in die Maßlosigkeit und den Machtmissbrauch ausarten zu lassen, sind „hemmende Neurone“ mit ihrer anerzogenen Moral erforderlich. Und genau Die wird negiert, da Fehler früherer Generationen nicht verziehen wurden. Für den Fortbestand der Fehler wurden Religionen, selbsternannte Philosophen, „Weise“ der Politik und eine neuartige Korruption unter der Fahne der „Demokratie“ verantwortlich gemacht.

  Im Teil III des Buches erreicht die zerbröckelnde Moral ihren Höhepunkt. Wissenschaftler erhalten Preise aus den Einnahmen der „Vernichtungs-Industrie“ für lebenzerstörende Formeln und Mechaniken. Sklaverei findet ohne Verschiffung der Sklaven statt, und gegen ihr Aufmucken werden die Kriege in deren Länder verlegt. Das Prinzip neuer Wertsetzung ist eine Vereinfachung des Kastenbewusstseins in „Oben“ und „Unten“; in „Arm“ und „Reich“. Die Demokratie hat das Kunststück vollbracht, dass die Herde sich ihre „Künstler“ für dieses Prinzip selbst wählt. –

  Teil IV betreffend gehe ich mit großem Vorbehalt an die von der Schwester Elisabeth Förster-Nietzsche post mortem veröffentlichten Kompilationen heran: einerseits hilft mir die Kenntnis der Psycho-Somatik Nietzsches autistischen Leidens − und andererseits existiert der Vergleich mit Nietzsches Gedankenwelt in „Jenseits von Gut und Böse“ (Das erste und dritte Buch wurden von Peter Gast, das zweite und vierte Buch von der Schwester Nietzsches zusammengestellt; Alfred Baeumler; 1887-1968). 

  Im Teil IV spricht er zwar von „Rangordnung“, aber es ist das Konzept gegen die Gleichmacherei! Neid ist nicht nötig: wer möchte schon die Königin von England sein?! oder Königin im Bienenstaat (was viele „Sternchen“ versuchen), wo es nur ums „Schlemmen“ und „Eierlegen“ geht – doch immerhin die Herde jedem gelegten Ei noch „dekapitiert" zujubelt? Der Reichtum der Despoten führt am wirklichen Leben vorbei! Zudem reicht am Ende dieses „Haselnuss-Reservoir“ nicht aus, um den erfolgreichen Heiler zu finden. „Ich bin besonders der Ansicht, dass große ererbte Vermögen ein Unglück sind, die das Menschengeschlecht nur in Apathie führen.“ (Alfred Nobel). – Was ist das für eine Demokratie, wo mit Rhetorik Tschandalas manipuliert werden und weise Denker mit einer Art „Ostrakismos“ – wie Aristeides (487 v. Chr.) – verbannt und wieder zurückgewünscht werden; wenn die  Fähigkeit der Rednerkunst benutzt wird, um menschliche Denk- und Kommunikations-Schwächen als „freie“ Wahl zu feiern. Nein! unkorrumpiert seinen Platz in der Gesellschaft ausfüllen und die Wertschätzung nicht mit Geld bezahlen – das bedeutet Glücksgefühl (im Box-Club als Arzt mit Afrikanern oder Türken hart trainieren – danach sind sie die besten Freunde für ein ganzes Leben!). – Wo findet die kranke Demokratie Heilung? Der große Mensch als „Gesetzgeber“ soll nicht sein Gehalt festlegen; denn nicht der Geldbeutel beschert ein langes glückliches Leben, sondern die Glücksgefühle beim neurologischen Ablauf zwischen Psyche und Seele. –

  Hier hilft eine Spiritualität ohne Dogmatismus, wie ein Konzert oder eine Besinnung in der Natur; und wenn ein Priester sagt, die „Kurie“ sei Autorität der Kirche, so meint er Dogmatismus!

Dionysos“ ist sinnbildlich das Prinzip des Unbewussten (nicht zu verwechseln mit Dionysios I. v. Syrakus; 430-367; größter Tyrann der Antike, dessen Laufbahn in demokratischem Ambiente als Volksredner und Agitator begann – dann aber mit Sondervollmachten ausgestattet wurde); so gipfelt Nietzsches Philosophie nicht im „Zarathustra“, sondern im „Willen zur Macht“. Er sah im Teil IV den „Hammer“ im Charakter einer politischen Pädagogik –  hier besonders die europäische Zukunft betreffend. Wo „Amerika First“ gejubelt wird, da hat Nietzsche den Zwang Europas zur Gemeinsamkeit vorausgesagt: ein Europa bis zum Ural, mit führender Allianz von Russland, Deutschland und Frankreich. – Die Kultur ist ohnehin in Europa zuhause: sie ist nicht die einzige Kultur, die wie bei den Indianern im „neuen Kontinent“ zertreten werden kann. –

„Diktator der Zukunft“ kann nur jeder für sich werden, der sich zu „beherrschen“ versteht, der seine Süchte mit umgewerteter Moral dirigiert. – Eine Massen-Euphorie meidend; die Einsamkeit der Seele nicht fürchtend – so wird er das denkende Bewusstsein passager bewundernd der Natur – dem großen Geist, Manitu, − überlassen und sich ihr wie ein hilfebedürftiges Kind ergeben; letzten Endes bleibt am Lebensende jedem von uns nichts anderes übrig. Wer will abstreiten, dass er nicht selbst schon mal einem „Aberglauben“ gehuldigt hat?! Auch das ist „Glauben“! Nicht einen anderen zum Diktator machen und von ihm ein Heil erwarten. Das ist selbst Jesus nicht gelungen. – Weder die sozialistische Diktatur mit ihren Demagogen, noch der Nationalismus, wo die Herde sich hinter einem starken Hirten schart, kann Jahrhunderte lang Zufriedenheit den Menschen bringen. Die Menschheit muss sich damit abfinden, dass in Hinsicht auf die nächsten Jahrtausende das Gehirn bei der zunehmenden Diskrepanz von Raum und Materie (den Menschen) die Apoptose initiiert. Mit Schwertern hatte der Versuch einst begonnen. – Was sind schon zwei Jahrtausende Christentum, über drei Jahrtausende Judentum – immer gab es nur Kulturen mit Mord und Totschlag; was sind geschätzte 1 Mill. Jahre Menschheit (laut Knochenfunde in der Oldoway-Schlucht) im Vergleich zu 170 Mill. Jahre Dinosaurier! Selbst die „Weltraumforschung“ ist „Geld vergeuden“, wenn Tiere und Menschen bestialisch zugrunde gehen! Kein Forscher plant seine Kurzlebigkeit ein. Ja, wenn jeder Mensch einhundert Jahre alt würde, so wird sein Leben nur durch wiederholte Glücksgefühle lebenswert, durch eine angepasste Kultur, durch Kunst, die das BZ C favorisiert, durch die Umleitung psycho-neuronaler und hormoneller Aggressionspotentiale zum Lebens-Trieb. Bei der „Atombombe Mensch“ ist das nur dort möglich, wo noch Platz zum Atmen bleibt. So erklärte Nietzsche den Nihilismus zur Depression. Darin liegt die Größe dieses philosophischen Denkers; diese Erkenntnis machte aus ihm einen spirituellen Gläubigen – auch wenn sein „Gott“ nur Dionysos war. Seine Philosophie ist die der körperlichen Materie mit ihrer Chemie, die erst ein Denken mit Hilfe der drei Bewusstseins-Zentren möglich macht . . .

  Die „Theorie des Willens zur Macht und der Werte“ betreffend, hat Nietzsche den „unbewegten Beweger“ von Sokrates wieder aufgegriffen: Der Wille zur Akkumulation von Kraft ist spezifisch für das Phänomen des Lebens, für Ernährung, Zeugung, Vererbung, – für Gesellschaft, Staat, Sitte, Autorität. Sollten wir diesen Willen nicht als bewegende Ursache auch in der Chemie annehmen dürfen? – und in der kosmischen Ordnung?

(Aph. 689; Wille zur Macht; Kröner; 1930)

 

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                                                                                                                                                          in der Tracht der Mandan (sine montura) ohne Sattel

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