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Marc Chatenieu

 

H a u t p i l l e  und  Philosophie ?

 

  Die Haut ist das sensibelste Sinnesorgan des Menschen und es stellt (wie andere Sinnesorgane auch) eine direkte Verbindung vom Unterbewusstsein zum menschlichen Charakter, der Psyche und dem Handeln her. Das Erreichen eines „seelischen Friedens“ einerseits und psycho-neurologisch eines aktiven Gemütszustandes (der Seele) andererseits ist vornehmlich ein weibliches Privileg, so dass man leicht zu dem Schluss kommt:

die beste Philosophie ist weiblich!

Und diese beste Philosophie ist auch die beste „Hautpille“. (Nicht ohne Grund ist der Haarausfall ein „männliches Privileg“! ; was vom Zusammenhang her bewiesen wird.)

  Wenn man einmal zur Kenntnis nimmt, dass Hannah Arendt (1906-1975) als „bester weiblicher Philosoph aller Zeiten“ bezeichnet wurde (René Delavy), sie aber das Weltbild nur vom „Werden“ (den Geburten bzw. dem Wachstum) als maßgebliche philosophische Aussage definierte (im Gegensatz zu ihrem „Lehrer“ Martin Heidegger; 1889-1976; der als Nazismus-Anhänger seine Philosophie vom Tode her aufbaute), dann wurden nur „geschwätzige“ Philosophen gemeint, nicht aber die vielen Frauen, die eine weibliche, lebensnahe Philosophie praktizieren – aber an den männlichen „Macht-Mechanismen“ der Weltpolitik scheitern.(Schon allein bei den Texten von Karl Jaspers; 1883-1969; wird man leicht an die Aussage von Friedrich Nietzsche: 1844-1900; erinnert: wer viel redet, wird sich selbst los.)

  Um das Prinzip der geschlechtsspezifischen Hirnfunktionen aufzuzeigen, also das weibliche Gehirn vom männlichen zu unterscheiden, muss ich etwas in die Hirn-Physik bzw. Hirn-Chemie wechseln: aber ich verspreche Ihnen, Sie nicht über Gebühr zu strapazieren.              

 

Der Mechanismus an Neuronen und Synapsen:   

(aus: „Der Phallus-Komplex“)

Neuronen sind die Nerven-Zellen, die Grundbausteine des zentralen Nervensystems im Hirn. Hier findet eine hohe Proteinsynthese-Aktivität statt. Die Zell-Fortsätze (Dendriten; griechisch: dendron = Baum) sind teilweise sehr lang. Als Nervenfasern (Axon) erreichen sie andere Neuronen. Zwischen beiden Neuronen liegt eine Schaltstelle (Synapse), und jede Nervenzelle besitzt bis zu 10000 Schaltstellen zu Nachbarzellen. Die Synapse besteht aus dem Endkölbchen (mit präsynaptischer Membran) und der Kapsel (postsynaptische Membran). An den Synapsen entstehen durch Impulse von Sinnesorganen oder willentlich-motorischen Befehlen Kondensator-artig Schwellenwerte („Bereitschaftspotentiale“). Die chemische Depolarisation findet an der Plasmamembran durch Ausschleusung chemischer Botenstoffe (Transmitter) über synaptische Spalte der Membran statt. (Es befinden sich nämlich in den Kölbchen winzige Säckchen (Vesikel), die gefüllt sind mit Neurotransmittern und die sich enzymatisch öffnen und die Botenstoffe freisetzen. Liegen Enzym-Schäden vor, werden die Transmitter nicht freigesetzt und können auch im Synapsen-Spalt die Erregung nicht weiterleiten!) Im Normalfall pflanzt sich die Erregung als „Aktions-Potential“ an der Oberfläche des Axons fort und erreicht die nächste Nervenzelle. Hier wird wieder der Axonhügel (Ursprungskegel der Nervenfaser), das Perikaryon, zum abermaligen Kondensator. Die Kondensator-Entladung folgt dem „Alles-oder-nichts-Prinzip“, also die einzelne Synapse entlädt sich vollständig. So ist z. B. die Stärke des Orgasmus durch Vermehrung oder Verminderung der gleichzeitig ausgelösten Aktionspotentiale pro Zeiteinheit bestimmt. Erfolgt die Entladung einer Masse von Synapsen synchron, so wird nach John Eccles (1903-1997) die gebündelte Dendriten-Aktivität als Psychonen bezeichnet und stellt quasi ein Energiebündel dar. Die Menge und Wirkdauer der Botenstoffe ist begrenzt (weniger Enzyme können weniger Transmitter freisetzen, und mehr abbauende Enzyme können den Abbau beschleunigen. Damit hat das aber Auswirkungen auf die Informations-Übermittlung und damit auf die Funktion des Gehirns!). – Schon Sokrates sprach nach den Aufzeichnungen von Plato im 5. Jahrhundert vor Christi von einem „unbewegten Beweger“, für den man heute die Enzyme ansehen könnte.

 

Die hemmenden Neurone (für sog. Bewusstseins-Vetos) benutzen „inhibitorische Synapsen“ und  funktionieren prinzipiell in gleicher Weise. Aber, anstatt das nachgeschaltete Zielneuron zu erregen, dämpft der Neurotransmitter nach Andocken an seinen Rezeptor in der postsynaptischen Membran durch Hyperpolarisation die Erregbarkeit. Als ausgesprochen bremsender Transmitter fungiert die Gamma-Aminobuttersäure (GABA), ein von den Nervenzellen produzierter Transmitter. (Bei Serotonin-Mangel entsteht zu wenig GABA). In der postsynaptischen Membran verursacht der Transmitter den Chlor-Ionen-Einstrom bzw. den Kalium-Ionen-Austritt und setzt so die Erregungsschwelle herauf (Motorische Synapsen geben hauptsächlich Natrium- und Kalium-Ionen unter Zurücklassung negativer Ladungen frei). – Steigt das Spannungs-Potential überdimensional an, wird die Erregungsweiterleitung blockiert.

Dieser Prozess wird durch die Benzodiazepine besonders verstärkt. Überwiegt der Vorgang an den hemmenden Neuronen, so wird ein „Aktivitäts-Vorgang“ gestoppt. Auch ß-Endorphin moduliert die hemmenden Neurone in gleicher Weise, verhindert also die Entladung ihrer Bereitschaftspotentiale und führt so im sensorischen Bereich eher zu halluzinogenen Emotionen. – Da ß-Endorphin hemmend auf die Synapsen der Schmerzfasern einwirkt, entsteht bei seinem Mangel eine verstärkte Wehleidigkeit. − Im motorischen Bereich verursacht der Ausfall hemmender Neurone eine unkontrollierte Hyperaktivität und eine Konzentrationsschwäche schon im Kindesalter; später sogar als so genannter Tic. (Eine chemische Dis-Balance bei der Hyperpolarisation hemmender Neurone führt zur  Aufmerksamkeitsdefizit-Hyperaktivitätsstörung, ADHS.)

Andererseits stimuliert ein ständiges „Nein“ einer Ehefrau hemmende Neurone und damit ein Bewusstseins-Veto, welchem dann bei einer von ihr gewünschten Sexualität die Impotenz folgt.

(Auch Freud sah viele neurotische Symptome als Ausdruck eines „Kompromisses“ zwischen unbewusstem Wollen und nicht „voll geglückter Abwehr“ entstehen, was der enzymatischen Behinderung hemmender Neurone entspricht.)

         

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Wenn sie, meine verehrten Leserinnen, vielleicht meinen, ich möchte sie nun zu einer Denkweise des Philosophen David Hume (1711-1776) entführen, der als Empiriker anstrebte, alle unklaren Begriffe und Gedankenkonstruktionen abzuschaffen, derer sich die meisten Philosophen bedienen, so trifft das nur teilweise zu. Hume erinnerte daran, dass ein Kind nicht als Philosoph oder philosophischer Denker geboren wird, und dass es die Welt als bezaubernden Eindruck empfindet.[Immerhin ist „Philosophie“ das Denken über das Denken mit den Grundlagen der Erscheinungsformen im menschlichen Dasein. Und das kann jeder. Sagte doch Karl Jaspers als studierter Psychiater im Nachwort zu „Philosophie I“, »ich begann mein Philosophiestudium, als ich Professor der Philosophie geworden war«!!]  

  Das Grundprinzip der Hirnfunktion ist erst einmal bei beiden Geschlechtern gleich: jedoch da bei den Männern einerseits der Androgen-Spiegel – gerade bei dem geringem Bedarf an den Synapsen − immer zur Verfügung steht und andererseits oft ein Östradiol-Mangel zu einem Neurotransmitter-Defizit führt, bleiben die mit Lustgefühl aufgebauten Bereitschaftspotentiale oft lange erhalten, was zu mehr Aggression und einer Sucht nach dem Machtgefühl führt. Haarausfall und Ersatzbefriedigungen folgen. Der „seelische Frieden“ lässt auf sich warten. Oft ist es das „Strom-Chaos“ im Limbischen System, welches mehr „krakelige Kotzbrocken“ produziert – und keinen aktiven Gemütszustand mit tatsächlicher Leistungsbereitschaft entstehenden lässt.

So ist auch die nichtgestillte Sucht nach dem Machtgefühl selbst bei mächtigen Männern zu erklären, was weiterreichend zur Maßlosigkeit entartet. Selbst die „Philosophen“ maßen sich so den Alleinvertretungsanspruch an – legitimierend mit geschwollenen Reden – die Philosophie des Welterkennens und der menschlichen Verhaltensweisen zu beherrschen, ohne jemals (außer Nietzsche, Kierkegaards und evtl. Delavy) den Selbstmord der Menschheit mit ihrem vordergründigen Nihilismus erkannt zu haben.

  Ganz anders das allgemein-weibliche philosophische Denken (nicht Hannah Arendt!): es spricht von einer gewissen Bescheidenheit, wenn das Glücksempfinden und der innere Friede auf Zeugung, Familie (Soziales), täglicher (persönlicher) Bedarf und Kommunikation beschränkt wird. Damit ist die Logik zwar bedarfsorientiert, aber sie verursacht – fernab vom Geld-Casino der Mächtigen (welche die eine Menschenmasse für ihre moderne Sklaverei, und die andere Herde für den Konsum benötigen) – keine Zerstörung der Lebensgrundlagen für Menschen und derzeitige Tiere auf diesem Planeten; keine Energie-Sucht mit Zerstörung der Umwelt; kein heroisches Einstein-Denken, welches trotz seiner bloßen Theorie nur dazu dient, den Lebensraum Erde schneller zu vernichten; keine ökonomische, politische, „kulturelle“ noch Geschlechts-dominierte Sucht nach Macht, die unbefriedigt pathogen in der Maßlosigkeit mündet (denn dies alles wäre eine behandlungs-bedürftige Psychopathie!). Zugegeben: nicht alle diese unbefriedigten neurologischen Zustände sind der Keim für das „Böse“; auch Dichter, Denker, Musiker und Komponisten, Maler, Bildhauer und Baumeister sind aus dieser männlichen Hirn-Pathologie hervorgegangen – ja selbst die „Glaubenslehrer“ können hier nicht ausgeschlossen werden!

  „Warum unterscheiden sich die Hirnabläufe der Männer von denen der Frauen?“ werden Sie fragen.

Mit der genetischen Geschlechtsfestlegung wird auch die Anzahl der Hormon-Rezeptoren für „weibliche“ und „männliche“ Hormone an den Synapsen im Hirn festgelegt. Damit ist aber bei Frauen die Produktion von erforderlichen Enzymen zur Vesikel-Öffnung und Freisetzung der Neurotransmitter (Nerven-Überträgerstoffe) meist gesichert und einem übermäßigen Potential-Aufbau an den Synapsen vorgebeugt. [Natürlich sind die Frauen, bei denen das nicht „reibungslos“ funktioniert, dann nicht sofort „Staatstyrannen“, „Feld-Herren“ (-Damen), Bankenbosse, Steuerhinterzieher oder Philosophen, sondern leider gleich Patienten in der Psychiatrie.]

  Es kommt einer Selbsttäuschung gleich, wenn wir glauben, das widerspräche dem, dass sich auch Männer (selbst Steuerhinterzieher) für Soziales, Kommunikatives und als Samariter einsetzen. Doch auch hier geschieht es meist (wie schon R. Delavy feststellte) zur Erreichung einer intellektuellen „Überhöhung“. Und obendrein ist das bei den Männern überwiegende „denkende Bewusstsein“ besonders störanfällig (s. die fundamentalen Irrtümer des Denkens).

  Nun meinen Sie sicher: „Wir haben ja eine Demokratie und da können sich doch die „Aufgaben-Potentiale“ angleichen.“

Doch da sehen Sie unsere Gesellschaftsform (sie ist nicht die beste, aber wir haben im Moment keine bessere) verklärt: Die Demokratien sind heute Diktaturen der banalen, unwissenden Mehrheiten (Herde), die sich von begabten Rhetorikern (Schäfern) zum Erhalt ihrer Macht (und des damit verbundenen „demokratischen“ Korruptions-Gewinns) verführen lassen. Wo das hinführt, hat Delavy  gut beschrieben: im Gegensatz zu 1940 werden heute und in kommenden Zeiten Milliarden „ins Gras beißen“, weil die demokratischen Groß-Gesellschaften den Sterbevorgang zu protrahieren wissen, aber die Krankheit (die Lobbyisten) nicht in der Wurzel auszumerzen wissen.

  Und so sind wir wieder bei der schönen Haut und der besten Philosophie, die weiblich ist: was nützt uns die Philosophie über die Ewigkeiten – ohne das fundamental Einfache zu sehen! Vielleicht sterben die meisten Männer deshalb früher, weil sie sich vor lauter „Macht-Streben“ selbst vergessen. Die eigene Haut ist wichtig, auf sie sollte man zuerst schauen, denn die Zufriedenheit mit jeder Körperlichkeit öffnet den Zugang zur Seele. Die Seele aber – als aktiver Gemütszustand der Psyche – liegt ebenfalls im Unterbewusstsein, dem Limbischen System. Deshalb fanden die meisten Menschen zu ihren Glaubensgemeinschaften, weil sie den Glauben suchten; und das, weil sie passager ihr denkendes Bewusstsein, das vor massiven Fehlentscheidungen nicht gefeit ist, delegieren konnten, und somit übermäßige Bereitschaftspotentiale an den Synapsen des Hirns verhinderten. (Ein dem entsprechender „Seelen-Verlust“ durch Enzym-Defizite wird auch in Asien erfolgreich behandelt.) Die erfolgreiche Weiterleitung der Strompotentiale vom Psyche-Bereich in den Seelen-Bereich (gleicher Lokalisation) ist stets ein Schritt zum „inneren Frieden“, was meist den Frauen leichter gelingt – und das wird an der Haut sichtbar.

Ihr Marc Chatenieu

Die Alzheimer-Krankheit –

doch hormonale Gründe ?!

(im Roman über die Neurobiologie von Hirn und Seele)

Marc Chatenieu

lebt als Schriftsteller in Andalusien und schreibt im Stil des „Magischen Realismus“. Er ist seit 44 Jahren mit ein-und-derselben Frau glücklich verheiratet. Sein Buch vom September 2008 − ein Zigeuner-Roman − beschreibt den außergewöhnlichen Lebensweg des Protagonisten: vom schüchternen Knaben zum Spielball triebhafter Weiblichkeit. Durch seine jugendlichen Ideale und die raue Wirklichkeit erkennt der Zigeuner Ben-Sira die Spaltung seiner Persönlichkeit. Chatenieu hat zur Erklärung des zweiten ICHs (im Vergleich zur krankhaften Schizophrenie) wissenschaftliche Fakten tangierender medizinischer Bereiche − wie ein Wissenschafts-Journalist – zusammengetragen. So lässt sich auch die Funktionsweise der Psyche und − erstmals die Definition der Seele erklären. Bei der autogenen Zerstörung der Hirnzellen, wie bei der Alzheimer-Krankheit bzw. der Alters-Demenz, werden bisher nicht erkannte hormonale Ursachen benannt, die eine so einfache Vorbeugung möglich machen (ab Seite 283).

Chatenieu hat sich zur Aufgabe gemacht, die Allgemeinheit, wie Patienten und Ärzte gleichermaßen, über die Funktionsweise ihres Hirns – wie in Welt der Wunder − zu informieren und neueste Erkenntnisse zum gesunden Altern mit intaktem Geist aufzuzeigen. Zu diesem Zweck wählte er den historischen Bildungsroman, dessen Handlung den Leser in atemlose Spannung versetzt.

 

 


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Der Roman „Die sogenannte Sünde“ erschien September 2008 im Hochschulverlag Mainz (ISBN 3810700290)

(siehe: www.Verlag-Mainz.de )

 

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Die Ölgemälde aus Kapitel 6 Nr.5 („Arena am Neckar“ und „Schwäbin mit Hund am Rhein“)

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(„Prometheus und die Okeaniden“, Skulptur von Gustav Otto Gradler in Bronce, 1886/ Privatbesitz)

 

 

Der Roman   ~ Die Habanera ~

  ist ein  Billigflug“ nach Andalusien

 

Der Flamenco und die andalusischen Pferde -

der einstige Mauren-Staat al-Andaluz einmal ganz anders.

Fliegen Sie über eine Legende aus muslimischer Zeit in das letzte Land vor Afrika.

Erleben Sie die Geburtsstunde des Carmen-Phänomens, seine Faszination und die

Gefahren seines Unterganges.

 

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Die Andalusierin ist der Inbegriff der Ambivalenz der Sinnlichkeit einer Frau.

Die zwiespältige Carmen aus der Oper von Georges Bizet ist bis heute ein ungelöstes Rätsel geblieben. Die Leidenschaftlichkeit und die sensible Herzlichkeit der Menschen Andalusiens vermitteln mit der ausdrucksstarken Musik eine mitreißende Faszination. Der Arzt-Roman „Die Habanera“ ist ein Versuch, den Schleier des Rätsels zu lüften. Dabei wird Andalusien in der Gegend von Rota, Chipiona, Sanlucar de Barameda, Jerez de la Frontera und Arcos de la Frontera als Schauplatz zu einer erlebenswerten Reisegegend.

 Der Roman „Die Habanera“ erschien im Wagner Verlag / (siehe: www.wagner-verlag.de )                  

 

 

Das 2009 erschienene Buch von Marc Chatenieu

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ISBN-13: 978-3-86901-653-5

 

 

Nietzsches Vision:   Die Demokratie am Galgen

Teil 1  erschien  2011

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ISBN 978-3-86268-185-3

 

Das neueste Buch von Marc Chatenieu:

 

 „vom Willen zur Macht“

Teil 2 zu: „Die Demokratie am Galgen

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(478 Seiten) ISBN 978-3-86268-924-8

Über Nietzsches Texte wurde kompilatorisch viel veröffentlicht. Mit einem vikariierenden Sprachgebrauch wurde das Lesen der Texte bisher weder erleichtert, noch konnte man die Aphorismen einer eindeutigen Gedankenwelt zuordnen. Dies wurde durch den fehlenden Instinkt für eine philologische Sorgfalt der Philosophen des 20. Jahrhunderts noch erschwert. Dabei handelt es sich bei dem so genannten philosophischen Hauptwerk Nietzsches ohnehin um eine Kompilation verstreuter Notizen und Entwürfe. Die Vieldeutigkeit der scheinbaren Phantasmen basiert bei genauester Analyse auf einem konsequent „experimentierenden“ Denken. Neue neuro-physiologische Grundlagen belegen die Sichtweise dieses vorausschauenden philosophischen Denkers und die von ihm erkannte apokalyptische Zukunft, wenn die Menschen sich weiterhin ausschließlich auf den Vorzug  ihres ― oft in die Irre führenden ― „denkenden“ Bewusstseinszentrums verlassen.

  Wie sehr die korrupte Demokratie an ihre Grenzen gekommen ist, zeigen die derzeitigen Geschehnisse in der Türkei. So wird der „Demokratie“ nach Nietzsche eine neue „schmerzhafte“ Gesellschaftsordnung folgen müssen!

   Ich habe versucht, die von Nietzsche beschriebene Neuro-Physiologie mit dem derzeitigen wissenschaftlichen Stand zu erklären. Daraus ergibt sich für uns Menschen in der heutigen Gesellschaft eine Aufforderung auf politischen und kommerziellen Ebenen, das Unterbewusstsein in den Vordergrund zu stellen: dies wird möglich ― so wie es schon die „Edlen Wilden“, die Indianer taten ― durch spirituelle Meditation zu irgendeinem „Gott“ (das „große Geheimnis“ in der Höhe des Universums) zurück zu finden zur Bescheidenheit; denn das Glücksgefühl und die innere Harmonie mit der Natur und dem Universum findet immer im Zentrum des Unterbewusstseins statt – so, wie es schon der Zen-Buddhismus im 12. Jahrhundert vertrat.

 

 

In Vorbereitung ist:

Marc Chatenieu

 

Nietzsches Vision:

Die Demokratie am Galgen

 

 

Teil 3

 

Die Moral schafft sich ab –

und entsteht neu


Vorwort

Viele philosophische Denker haben sich die Frage gestellt, warum ein so überragender Mensch auf dem Gebiet der Gedankenwelt über das menschliche Sein die Streitbasis der „klassischen (systematischen) Philosophie“ verlassen hat,  wo man immerhin bemüht war, Althergebrachtes zu zerpflücken um es im neuen Gewand zu demonstrieren. Die völlig unkonventionelle aphoristische Form machte jede Diskussion schwierig. Das scheinbar „wissenschaftlich-systematische“ Philosophieren, in welchem sich alle Rhetoriker üben, um zu Rang und Namen zu kommen, war schon seit dem antiken Griechenland die Arroganz eines Wahrheitspathos (siehe die Rhetoriker-Schulen Athens).

Nietzsche wollte die „Bändigung des Erkenntnistriebes“, einer – wie wir heute wissen − Maßlosigkeit im neurologischen Ablauf bei der Entstehung des Willens (im Hirn-Bewusstseinszentrum BZ A; s. Teil I – nach Freud das „Ich“). Es ist die Bändigung, alles wissen zu wollen, obwohl das kurze Dasein der Menschheit in diesem Universum dies völlig ausschließt. Nietzsche erkannte diese Unmöglichkeit und sah jede Art von Glaubensform als einzigen Weg, dem Ur-Instinkt des Menschen − dem Unterbewusstsein − den Vorrang zu lassen, um psycho-neurologisch zur inneren Ruhe zu kommen und die „innere Welt“ zu favorisieren. Sigmund Freud (1856-1939) war der Erste, der sich dieser Idee anschloss und sie zu seiner Lehre machte. So wurde die aphoristische Form Nietzsches Veröffentlichungen der Versuch, die „innere Welt“ seiner Leser zu erreichen. Sie sollten ― philologisch integer ― zwischen den Zeilen lesen; denn er hasste schlechte Leser, die „wie plündernde Soldaten verfahren“, und das, was sie plündern, vom Wort her nicht begriffen. Selbst Nietzsches Freund Erwin Rohde konnte sich 1886 nicht ein Fachwissen vorstellen, welches einer Veröffentlichung von „Jenseits von Gut und Böse“ zu Grunde liegen könnte.

(s. Löw, Reinhard; Nietzsche. Sophist und Erzieher; 1984)

  Es ging Nietzsche also weniger um „Wahrheit“, denn diese ist ohnehin nur das, was wir für glaubwürdig halten, als vielmehr um Wirkung – und das glaubte Nietzsche mit den Aphorismen eher zu erreichen. Er erkannte das Unterbewusstsein als Basis für ein Glücksgefühl: aber damit auch die Spiritualität − ohne den religiösen Dogmatismus.

Nach seiner Meinung hat sich die „Zivilisation“ mit ihrem rationalen Denken zu sehr von der Emotionalität der Ur-Völker Afrikas und der Südsee  entfernt.

Die Bildungsmöglichkeiten haben mit der Philosophie im hirnphysiologischen Suchtmechanismus eine neue Art zum Erreichen des Machtgefühls aufkommen lassen, das die pathologische Grenze zur Maßlosigkeit, dem Machtmissbrauch, oft überschritt. Diesem „Entartungsmechanismus“ verfielen später auch Literatur-Kritiker, wenn sie – einst gedemütigt – ihre Macht doppelt auskosten wollten.

Die Willenskräfte zur Begierde nach dem Machtgefühl sind auch für das Kastenbewusstsein verantwortlich. Es ist »die Erhöhung des Typus „Mensch“, die fortgesetzte „Selbstüberwindung des Menschen“, um eine moralische Formel in einem übermoralischen Sinne zu nehmen. . . . Jede vornehme Barbaren-Kaste hatte vorerst nicht in der physischen Kraft ihr Ziel, sondern in der seelischen ― «

(so Nietzsche in „Jenseits von Gut und Böse“)

  Das Fehlen neuro-physiologischer Grundlagen bis in die zweite Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts erklärt auch den desolaten Zustand unter denen, die sich anmaßten, ebenso gute philosophische Denker zu sein. Zu einer Verkürzung ihrer vorgetragenen Gedankengänge hat es bei ihnen nicht gereicht. Dabei wollten diese Denker Probleme lösen, die erst durch das Verlassen der Emotionalität entstanden sind. – Der Verzicht auf Exposition eines individuellen oder gesellschaftlichen Problems und hin zur Emotionalität über den Umweg der „inneren Welt“ hat Freud direkt erkannt, auch wenn damals die Hirnchemie und Hirnphysik für eine wissenschaftliche Grundlage noch nicht existierten. Selbst die hemmenden Neurone (s. Teil I) hatte Nietzsche bereits beschrieben (Aph. 178 „Aus der Seele der Künstler und Schriftsteller“). Ihre Überwindung unterstellte er der Logik. So sah er in der fehlgeleiteten „inneren Welt“ und somit der fatalen Wirkung auf das denkende Bewusstseinszentrum bei der Entstehung vom Gedanken über den Willen und der Ausführung − bis hin zum Machtgefühl – ihre Entartung zum Machtmissbrauch als Maßlosigkeit.

(Zum besseren Verständnis: Das Machtgefühl ist der Endzustand im physiologischen „Sucht“-Mechanismus an den Synapsen und wird schon pathologisch bei der Macht-Demonstration, einer „Sucht-Entartung“ ― wie bei einem Besitzer eines guten Autos, der sich für seine Psyche einen Luxuswagen zulegt, um das Stromchaos an den Synapsen und Neuronen mit neuem Machtgefühl vorrübergehend zu befrieden.) Dieser neurologische Suchtmechanismus beim Spannungsaufbau und der Entladung an den Synapsen ist – wie wir heute wissen – auch das Übel der Demokratie, der heute besten Gesellschaftsform. Nietzsche sah ihr Ende voraus (so, wie er die zwei kriegerischen Jahrhunderte im Kampf um die Erdherrschaft und das Ende des Zeitalters der nationalen Kriege vorausgesehen hat)! Was ich erzähle, ist die Geschichte der nächsten zwei Jahrhunderte. (Vorrede zu: Der Wille zur Macht) Und weiter: Unsre ganze europäische Kultur bewegt sich seit langem schon mit einer Tortur der Spannung, die von Jahrhundert zu Jahrhundert wächst, wie auf eine Katastrophe los: . . . Die Demokratie – einst die Herrschaft des Mobs und der rigorosen Nivellierung – driftet im gottlosen Zeitalter und der bleibenden Sucht nach dem spirituellen Herrscher immer mehr in die Diktatur der gewählten Herrschenden ab (dies nicht durch Einsicht der Masse, sondern ihre Schwäche)! „Eine neue Lebensform wird einmal allen Menschen wehe tun, und sie bedarf einer Wesensveränderung des Menschen/eine GmbEuE *.  (Gesellschaft mit beschränktem Einkommen u. Eigentum – ohne das gesellschaftliche Gefüge von Arm und Reich gänzlich abzuschaffen! Fleiß und Faulheit werden weiterhin unterschiedlich honoriert.)

Denn die „Aufklärung“ über eine heute praktizierte Demokratie wird von den Medien entsprechend der zu dirigierenden Herde zur Trennung von Korruption und Sklaverei mit Hilfe der „Pressefreiheit“ vollbracht (»Die Deutschen haben das Pulver erfunden – alle Achtung! aber sie haben es wieder quitt gemacht – sie erfanden die Presse). 

  Um die von Nietzsche angedeutete „innere Welt“ des Menschen besser noch als Sigmund Freud zu begreifen, soll im Folgenden das Hirn-physiologische Prinzip aus Teil I nochmals erklärt werden (siehe oben). Diese Sichtweise wurde erst durch die Entdeckung der Arbeitsweise an motorischen und sensorischen Synapsen durch H. H. Kornhuber (1928-2009) 1965 und Benjamin Libet (1916-2007) 1979 möglich.

 

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